Tickets, Routing und SLA
Ein klarer Ticket-Prozess reduziert Antwortzeiten und verhindert, dass Anfragen untergehen.
1) Prioritätsmodell
Empfohlener Standard:
- low: informativ, ohne Blocker.
- medium: begrenzter Einfluss auf Nutzer.
- high: spürbarer Business-Impact, schnelle Bearbeitung nötig.
- urgent: kritischer Vorfall, sofortige Reaktion.
Grundregel: Priorität folgt Impact x Dringlichkeit, nicht dem lautesten Absender.
2) Routing nach Tags und Teams
Beispiel für operatives Mapping:
billing_* -> Billing-Team
sales_* -> Sales-Team
tech_* -> Support-Team
legal_* -> Admin-Team - Für jede Queue eine Eskalationsverantwortung festlegen.
- Einen Fallback definieren, wenn keine Regel greift.
- Zu viele Sammel-Tags vermeiden, damit Reporting belastbar bleibt.
3) SLA für erste Antwort und Lösung
Pragmatisches Raster (anpassbar):
urgent: first reply 15 min / resolution 4 h
high: first reply 1 h / resolution 8 h
medium: first reply 4 h / resolution 24 h
low: first reply 8 h / resolution 72 h Einfach starten und auf Basis echter Volumen und Servicezeiten nachschärfen.
4) Alerts bei SLA-Verletzungen
- Warnung bei 80% des SLA-Ziels.
- Breach-Alarm bei 100% (E-Mail + Ops-Kanal).
- Automatische Eskalation an einen Backup-Owner nach Breach.
- Wöchentliches Dashboard: häufigste Breach-Ursachen nach Team/Tag.
Go-live-Checkliste
- Prioritäten sind dokumentiert und im Team verstanden.
- Routing-Regeln wurden mit mindestens 10 realen Tickets getestet.
- SLA-Ziele sind je Team konfiguriert und freigegeben.
- Operatives Alerting ist angebunden (E-Mail/Teams).
- Wöchentliche Breach-Review ist eingeplant.